Sie haben die Wahl!

Team Zukunft Bruchsal ist ein parteiübergreifendes Bündnis engagierter Bürgerinnen und Bürger, das sich dafür einsetzt, dass Bruchsal beim Bürgerentscheid am 14. Dezember mit „Nein“ stimmt – also dafür, dass die Stadt von den geplanten Windrädern im Stadtwald profitiert. Wir planen Aktionen, Infostände, Social-Media-Auftritte sowie Plakat- und Flyerkampagnen, um sachlich zu informieren und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Unser Ziel: ein wirtschaftlich starkes und nachhaltig aufgestelltes Bruchsal.

Stimmen Sie am 14. Dezember mit Nein!

Faktencheck

Faktencheck

Lassen Sie uns gemeinsam einige Thesen der Windkraft-Gegner genauer anschauen. 

These:
„Windenergie hat eine zu geringe Energiedichte und kann den Energiebedarf nicht decken.“

Klarstellung:
Windstrom wird direkt nutzbar erzeugt, ohne Umwandlungsverluste wie bei Kohle oder Gas. Der Flächenbedarf ist gering, da Windparks weiter als Wald oder landwirtschaftlich genutzt werden können. Durch Repowering erzeugen moderne Anlagen ein Vielfaches früherer Leistung. Heute deckt Windkraft rund ein Drittel des deutschen Stromverbrauchs.


These:
„Windräder verbrauchen zu viel Fläche und versiegeln Böden.“

Klarstellung:
Pro Anlage werden in BaWü im Schnitt nur 0,58 Hektar  dauerhaft versiegelt. Insgesamt belegt Windkraft nur 0,04 % der Landesfläche. Windräder brauchen Raum in der Luft, nicht am Boden.

Die langfristig benötigte Fläche pro Anlage beträgt unter 1 Hektar.
D.h. für die 4 kommunalen Anlagen im Windpark Süd sind das unter 4 Hektar.
Diese entsprechen insgesamt:

  • nur ca. 6 Fußballfeldern.
  • nur ca. 0,4 Prozent des gesamten Bruchsaler Waldes
  • nur ca. 2 Prozent des Waldstücks „Großer Wald“ zwischen Obergrombach und Helmsheim

Angaben in Hektar; Datenquelle: Stadt Bruchsal; eigene Grafik


These:
„Windkraft ist wetterabhängig, unzuverlässig und braucht ständige Backup-Kraftwerke.“

Klarstellung:
Das Stromsystem ist auf Schwankungen ausgelegt. Wind, Sonne, Speicher und flexible Verbraucher sorgen für Ausgleich. Reservekraftwerke laufen nur wenige Stunden im Jahr. Auch fossile Systeme benötigen Reserven – sie sind kein Nachteil der Windenergie.


These:
„Rotorblätter erzeugen gefährliches Mikroplastik.“

Klarstellung:
Der Abrieb beträgt laut Umweltbundesamt 100–300 g pro Jahr – weniger als 0,1 % aller Mikroplastikquellen. Ein Auto-Reifen verursacht rund 1.000 g Mikroplastik pro Jahr. Der Abrieb der Windanlagen ist nicht giftig und enthält keine Schadstoffe.


These:
„Windräder benötigen seltene Erden aus problematischem Abbau.“

Klarstellung:
Das ist falsch: Es gibt keine technische Zwangsläufigkeit. Der Markt bietet bewährte Technologien mit und ohne seltene Erden.

Seltene Erden machen unsere Elektrogeräte kleiner. Sie sind geologisch nicht „selten“ – aber treten an vielen Stellen in unserer Umwelt in nur geringen Mengen auf. Sie stecken in jedem Smartphone und werden als Wertstoff vollständig recycelt.


These:
„Windkraftanlagen verbrauchen beim Bau zu viele Ressourcen wie Beton und Stahl.“

Klarstellung:
Eine große Anlage erzeugt in 25 Jahren rund 250 GWh Strom. Das entspricht nur 6–10 kg Beton pro MWh – 10 x weniger als bei Kohle oder Atom. Die CO₂-Emissionen des Baus sind nach wenigen Monaten Betrieb ausgeglichen.


These:
„Windräder lassen sich nicht richtig recyceln – besonders die Rotorblätter.“

Klarstellung:
Über 90 % einer Anlage werden recycelt. Rotorblätter machen nur etwa 3 % des Gewichts aus. Es gibt Recyclingverfahren und neue recycelbare Blätter. Die Rückbaukosten sind gesetzlich abgesichert.


These:
„Für Windräder werden Wälder gerodet und CO₂-Speicher zerstört.“

Klarstellung:
Die Stadt Bruchsal hat schon Flächen zur Wiederaufforstung in Waldrandlage reserviert, die aktuell als Wiesen oder landwirtschaftlich genutzt werden. Nach nur wenigen Monaten hat die Anlage die beim Bau freigesetzte CO₂-Menge wieder eingespart. Über ihre Lebensdauer vermeidet sie zehntausende Tonnen CO₂.


These:
„Windräder töten Vögel und Fledermäuse und gefährden die Artenvielfalt.“

Klarstellung:
Windkraft hat geringere Auswirkungen auf Tiere als Verkehr oder Landwirtschaft.
Zum Vergleich: Es sterben jährlich:

  • ca. 0,1-0,2 Mio Vögel durch Windräder
  • ca. 100 Mio. Vögel durch Katzen
  • ca. 70 Mio Vögel durch Verkehr
  • ca. 115 Mio Vögel durch Glasscheiben

Das bedeutet, wenn Ihnen Naturschutz wirklich am Herzen liegt, gibt es wesentlich größere Hebel.


These:
„Infraschall von Windrädern macht krank.“

Klarstellung:
Der Infraschall von Windrädern liegt weit unter der Wahrnehmungsgrenze. Studien zeigen keine gesundheitlichen Auswirkungen. Er ist deutlich schwächer als der Infraschall von Verkehr oder großen Maschinen. Die schlechten Nachrichten zu Infraschall wurden durch eine falsche Berechnung in Umlauf gebracht, für die sich sogar Hr. Altmeier inzwischen entschuldigt hat.


These:
„Windräder sind laut.“

Klarstellung:
Windräder haben an der Ortsgrenze max. 30 dB unter Volllast. Das ist viel leiser als jeder Kühlschrank, der in Ihrer Küche steht. Diese haben in der Regel über 35 dB.


These:
„Windkraft ist nur durch Subventionen rentabel.“

Klarstellung:
Windkraft war anfangs gefördert, ist heute aber eine der günstigsten Stromquellen (4–6 Cent/kWh). Neue Anlagen refinanzieren sich über den Markt. Wind deckt bereits über 30 % des Stromverbrauchs. Behauptungen zur Windkraft – Subventionen


These:
„Gemeinden bleiben im Insolvenzfall auf den Rückbaukosten sitzen.“

Klarstellung:
Betreiber müssen eine Sicherheitsleistung hinterlegen, die den Rückbau vollständig deckt. Gemeinden und Flächeneigentümer haften nicht. Nur bei Kohle oder Atomkraft tragen am Ende oft die Steuerzahler die Kosten.


These:
„Neue Atomkraftwerke wären effizienter und klimafreundlicher.“

Klarstellung:
Neue Reaktortypen sind noch im Forschungsstadium, teuer und brauchen Jahrzehnte bis zur Fertigstellung. Atomstrom kostet 12–18 Cent/kWh, Windstrom nur 4–6 Cent/kWh, siehe Grafik.


These:
„In Bruchsal weht zu wenig Wind – die Anlagen lohnen sich nicht.“

Klarstellung:
Laut Windatlas Baden-Württemberg hat Bruchsal ausreichendes Potenzial. Moderne, höhere Anlagen nutzen stabile Höhenwinde. Vergleichbare Standorte arbeiten bereits wirtschaftlich. https://www.energieatlas-bw.de/wind/windatlas/karten


These:
„Das 2 %-Flächenziel für Windkraft ist übertrieben.“

Klarstellung:
Das 2 %-Ziel betrifft Planungszonen, keine Versiegelung. Real bebaut sind weniger als 0,05 % der Fläche. Landwirtschaft und Forst bleiben möglich – Windkraft nutzt Flächen doppelt.


These:
„Die Gemeinde trägt die Risiken, profitiert aber kaum.“

Klarstellung:
Windkraft bringt stabile Einnahmen, sichert lokale Arbeitsplätze und schafft Wertschöpfung vor Ort. Die Risiken sind rechtlich abgesichert, die CO₂-Bilanz klar positiv. Windenergie stärkt Energieunabhängigkeit und senkt langfristig Stromkosten.

Weitere gut aufbereitete Informationen finden Sie unter https://www.bruchsal.de/gestalten/energiewende/faq-windenergie-update


Quelle: https://de.linkedin.com/in/marco-m%C3%B6ller-049a1724